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[Frei] We Were Never Meant To Be Alone
Gesuchinformationen
Klassifizierung Einzelgesuch
Geschlecht Männlich
Art des Gesuches Pair
Alter des Gesuchten/der Gesuchten 55+ Jahre
Rasse Alzarii
Grondeth-Rpler
Name
Gideon Adam Michealson
Alter
53 Jahre - optisch Mitte 30
Geschlecht
Männlich
Wesen
Alzarii
Wohnort
Grondeth - Alzaiir
Beruf
Teilinhaber der Bloodrose / Rebellenanführer
Beziehungsstatus
Ziemlich blöd verknallt
Registriert seit: Sep 2021
Beiträge: 66
Themen: 4

Beiträge aller Accounts: 1.628

Verbundene Accounts
25.05.2026, 01:32
#1
We Were Never Meant To Be Alone

Suchender
Name: Gideon Adam Michaelson
Alter: 53 Jahre - optisch Mitte 30
Wesen: Alzarii (Vampir)
Beruf: Offiziell Clubbesitzer II Inoffiziell Rebellenanführer
Avatar: Levi Stocke
Spielername: Rattenfänger
Gideon Adam Michealson ist ein Mann, dem man ansieht, dass er es gewohnt ist, seinen Willen zu bekommen. Groß, kräftig, gepflegt bis zur letzten Falte im maßgeschneiderten Anzug und mit einer Ausstrahlung, die irgendwo zwischen Geschäftsmann, Raubtier und sehr schlechtem Einfluss liegt. Er wirkt wie jemand, der einen Deal schon gewonnen hat, bevor sein Gegenüber überhaupt begriffen hat, dass verhandelt wird. Gerissen, ehrgeizig, dominant und mit genug Charme gesegnet, um selbst rote Warnlampen wie schmeichelndes Kerzenlicht aussehen zu lassen. Dabei ist Gideon kein Mann, der blind über Leichen geht. Zumindest nicht mehr. Er kann hart sein, kompromisslos und gefährlich, aber er behandelt seine Leute fair und weiß sehr genau, dass Loyalität oft mehr wert ist als Furcht.
Geboren wurde Gideon 1967 in Montreal, Kanada, als Sohn einer reichen Familie, mit goldenem Löffel im Mund und dem festen Glauben, dass die Welt groß, glänzend und im Grunde nur darauf wartete, von ihm erobert zu werden. Als junger Mann war er vermutlich genau der Schnösel, den man in einem teuren Club mit zu breitem Grinsen, zu gutem Whiskey und viel zu viel Selbstbewusstsein angetroffen hätte. Charismatisch, beliebt, verwöhnt, unverschämt lebenshungrig. Die Nächte gehörten ihm, die Clubs gehörten ihm, die Menschen mochten ihn und die Welt war ihm eigentlich nie groß genug. Er liebte es zu feiern, zu flirten, zu spielen, Risiken einzugehen und sich dabei ganz selbstverständlich auf der Sonnenseite des Lebens zu bewegen. Geld war nie das Problem gewesen. Türen gingen auf, Kontakte entstanden schnell und Gideon hatte früh gelernt, dass Auftreten manchmal genauso viel zählt wie Können.

Doch unter dieser glänzenden Oberfläche lag schon früh etwas sehr viel Dunkleres. Sein Vater war der eine echte warme Punkt in Gideons Kindheit gewesen. Liebevoll, fürsorglich, jemand, der seinem Sohn Halt gab. Seine Mutter hingegen war kühl, dominant und von einer Härte geprägt, die Gideon auf ihre eigene Weise formte. Als sein Vater starb und Gideon später herausfand, dass seine Mutter ihn vergiftet hatte, zerbrach etwas in ihm, das sich nie wieder richtig zusammensetzen ließ. Er ging nicht zur Polizei. Er suchte keine Gerechtigkeit in einem System, dem er ohnehin nicht vertraute. Gideon kümmerte sich selbst darum. Mit sechzehn brachte er seine Mutter um und arrangierte ihren Tod als Selbstmord. Es war grausam, kalt und erschreckend kontrolliert, aber zugleich auch der Moment, in dem endgültig sichtbar wurde, was Eva Michealson ihrem Sohn beigebracht hatte. Schwäche zeigte man nicht. Dinge regelte man selbst.

Trotzdem ging Gideons Leben weiter. Er übernahm das Vermögen seines Vaters, studierte Wirtschaft, baute Kontakte auf und bewegte sich mit dieser Mischung aus Erbe, Charisma und Skrupellosigkeit durch die Welt, als könne ihn nichts wirklich zu Fall bringen. An der Universität fand er in seinem besten Freund jemanden, der beinahe so etwas wie Familie wurde. Einen Bruderersatz. Einen Vertrauten. Einen Menschen, mit dem er feierte, plante, arbeitete und dem er schließlich mehr anvertraute, als klug gewesen wäre. Doch dieser Freund verriet ihn. Hinter Gideons Rücken nutzte er dessen Immobilien für eigene illegale Geschäfte, für Bordelle, Drogenlabore und alles, womit Gideon nichts zu tun haben wollte. Als Gideon beschloss, ihn anzuzeigen, eskalierte das Gespräch. Sein bester Freund zog eine Waffe und schoss auf ihn.
Dieser Schuss hätte Gideon töten sollen. Die Kugel verfehlte sein Herz nur knapp und ließ ihn blutend zurück. In diesen letzten Minuten griff Gideon nach einer kleinen Ampulle, die seine Mutter ihm vor ihrem Tod hinterlassen hatte, angeblich zu seinem Schutz. Darin befand sich das Blut eines Alzarii. Gideon trank es, mehr aus Verzweiflung als aus Glauben, und starb nicht. Zumindest nicht richtig. Als er wieder erwachte, war er kein Mensch mehr, sondern etwas, das er nicht verstand. Sonnenlicht brannte. Sein Körper war stärker. Seine Sinne schärfer. Und in seiner Kehle saß ein Durst, der alles andere verschlang.

Was folgte, war kein eleganter Neubeginn in der Welt der Wesen. Es war ein Absturz. Vierzehn Jahre lang zog Gideon durch Nord- und Südamerika, ohne zu begreifen, was genau aus ihm geworden war. Ohne Lehrer, ohne Anleitung, ohne jemanden, der ihm erklärte, wie man als Alzarii lebt, wie man trinkt, ohne zu töten, wie man Spuren verwischt oder Kontrolle behält, wenn das Monster in einem die Zähne in alles schlägt, was noch menschlich war. Aus dem reichen, selbstsicheren Partygänger wurde ein mordendes Ungeheuer auf der Flucht. Ein Mann, der Leichen hinterließ, der von Stadt zu Stadt weiterzog, getrieben von Blutdurst, Schuld und blankem Überlebenswillen. Der Fall hätte kaum härter sein können. Von Montreals glänzenden Nächten und teuren Anzügen hin zu Hunger, Verstecken, Tod und Jahren, in denen er mehr Bestie als Mensch war.

Gerettet wurde Gideon schließlich nicht durch eigene Stärke allein, sondern durch seinen Bruder. Einen Bruder, mit dem er nie aufgewachsen war. Einen Bruder, der ein vollkommen anderes Leben geführt haben muss als er selbst und ihn dennoch fand, als Gideon längst gelernt hatte, niemanden mehr wirklich an sich heranzulassen. Er war es, der Gideon nach Grondeth brachte und damit einen Wendepunkt in sein Leben riss. Seit fünf Jahren leben die beiden nun gemeinsam auf der Insel, und so wenig Gideon es wohl jemals offen zugeben würde, sein Bruder hat ihm etwas gegeben, das ihm seit dem Tod seines Vaters gefehlt hatte: Halt. Familie. Einen Grund, sich nicht vollständig an das Monster in sich zu verlieren.

Heute ist Gideon noch immer gefährlich. Noch immer eitel, charmant, gerissen und viel zu gut darin, schlechte Ideen vernünftig klingen zu lassen. Aber sein Bruder ist der wichtigste Mensch in seinem Leben geworden. Er hilft Gideon, Kontrolle über sich zu finden, sein neues Dasein besser zu verstehen und nicht nur als Überlebender weiterzumachen, sondern als jemand, der wieder Pläne schmiedet. Gideon kann sich ein Leben ohne ihn nicht mehr vorstellen. Die Angst, ihn wieder zu verlieren, sitzt tief und schmerzhaft in ihm, auch wenn er sie eher verschlucken würde, als sie laut auszusprechen.
Gemeinsam verfolgen die Brüder inzwischen einen Traum, der deutlich größer ist als ein bequemes Leben im Schatten. Sie sehen, wie unfair die Welt der Wesen funktioniert, wie sehr Macht, Herkunft und Geld darüber entscheiden, wer geschützt wird und wer untergeht. Also arbeiten sie an einer Rebellion. Nicht kopflos und laut, sondern mit Geduld, Einfluss, Kontakten und schmutzig genug, um in Grondeth überleben zu können. Vor einigen Monaten haben sie den größten und bekanntesten Blut- und Nachtclub der Insel gekauft. Für Gideon war das schon lange ein Traum. Für beide ist es zugleich ein Werkzeug: ein Ort für Geldwäsche, Informationen, Kontakte, Machtspiele und all jene Gestalten, die nachts ehrlicher sind als am Tag. Ein perfekter Schauplatz für zwei Brüder, die auf sehr unterschiedlichen Wegen gelernt haben, dass man die Welt selten verändert, indem man brav um Erlaubnis bittet.

Suchender
Name: Mialra Leavatt
Alter: 25 Jahre
Wesen: Anorii (Magierin)
Beruf: Aushilfsjobs
Avatar: Adelaide Kane
Spielername: JuliJulchen
Mialra ist eine dieser Personen, bei denen man ziemlich schnell versteht, warum andere in ihrer Nähe leiser atmen, ehrlicher sprechen oder sich ein klein wenig weniger verloren fühlen. Sie hat eine warme, offene Art, ein Lächeln, das nicht aufgesetzt wirkt, und diese seltene Gabe, Menschen das Gefühl zu geben, gesehen zu werden, ohne dass sie sich dafür erklären müssen. Auf den ersten Blick wirkt sie sanft, beinahe unscheinbar zwischen offenen braunen Haaren, grünen Augen, schlichten Kleidern und einem Stil, der nie laut sein muss, um schön zu sein. Keine Frau, die sich mit teuren Marken oder großen Gesten schmückt, sondern jemand, der eher nach Lavendelseife, frischen Buchseiten und einem Sommertag im Kräutergarten wirkt.

Dabei wäre es ein Fehler, Mialra für zerbrechlich zu halten. Sie ist gutmütig, liebevoll und manchmal vielleicht zu bereit, an das Gute in anderen zu glauben, doch sie ist nicht naiv im Sinne von schwach. Wer sie belügt, ausnutzt oder jemanden verletzt, der ihr am Herzen liegt, wird schnell merken, dass unter all der Wärme ein sehr eigensinniger Kern sitzt. Mialra kann bockig werden, wenn man sie in die Ecke drängt. Sie kann stehen bleiben, wo andere lieber ausweichen würden. Und für Menschen, die sie liebt, würde sie vermutlich barfuß durch die Hölle laufen und unterwegs noch fragen, ob jemand Wasser braucht.

Geboren wurde sie in Grondeth, als Tochter zweier Anorii, wenn auch nicht aus einer reichen oder besonders einflussreichen Familie. Ihre Eltern arbeiteten in einer ehrenamtlichen Praxis und versorgten jene, die sich keine teuren Ärzte oder Medikamente leisten konnten. Von ihrem Vater lernte Mialra die Heilmagie, von ihrer Mutter Kräuterkunde und Alchemie. Vielleicht kommt auch daher dieser tiefe Wunsch, nützlich zu sein, zu helfen, etwas besser zu machen, statt einfach nur zuzusehen. Schon früh war sie wissbegierig, ordentlich, fleißig und ein bisschen zu vernünftig für ihr eigenes Alter. Während andere vielleicht von Abenteuern träumten, träumte Mialra davon, Ärztin zu werden.
Mit vierzehn ging sie nach Amerika, zu ihrem deutlich älteren Bruder, um dort zur Schule zu gehen und später zu studieren. Sie biss sich durch ein vollkommen fremdes Bildungssystem, lernte, arbeitete nebenbei als Kellnerin und schaffte es schließlich bis an die Harvard University. Für ein Mädchen aus einfachen Verhältnissen, das mit nichts als Fleiß, Hoffnung und einem viel zu großen Traum losgezogen war, hätte das der Anfang einer wunderschönen Geschichte sein können … und eine Weile sah es auch genau danach aus.

In dieser Zeit lernte sie Richard Aelfric Hampton kennen. Charmant, vermögend, aufmerksam und ebenfalls mit anorischem Blut. Er wirkte wie jemand, der Türen öffnen konnte, nicht nur zu besseren Wohnungen und leichteren Tagen, sondern auch zu einer Zukunft, in der Mialra sich gerne gesehen hätte. Sie verliebte sich, zog zu ihm und glaubte daran, angekommen zu sein. Zwei Jahre später waren sie verlobt. Mialra hatte ihr Studium fast geschafft, ihr Traum lag zum Greifen nah und für einen Moment schien die Welt tatsächlich freundlich zu sein.
Doch Richard veränderte sich. Erst kaum merklich, wie ein falscher Ton in einem vertrauten Lied, dann immer deutlicher. Er verschwand nachts, wurde gereizt, grausam, kontrollierend. Eine geheime Studentenverbindung aus Anorii rückte in sein Leben, während Mialra immer mehr in eine Rolle von ihm gedrückt werden sollte. Es roch nach Schwefel hinter Türen, die sie nicht öffnen durfte und Gespräche wurden zu Streit, Streit wurde zu Angst und irgendwann war aus dem Mann, den sie geliebt hatte, jemand geworden, vor dem sie sich in der eigenen Wohnung fürchtete, der sie bei jedem Schritt versuchte zu kontrollieren und etwas aus ihr zu machen, das zu seinen Vorstellungen passte. Trotzdem wollte sie lange nicht aufgeben, weil sie einfach nicht so war, weil sie an Heilung glaubt, an das Gute, an den Menschen unter der Dunkelheit.

Erst als Richard eines Nachts mit blutiger Kleidung nach Hause kam und kurz darauf die Nachricht vom grausamen Tod einer jungen Frau durch die Presse ging, konnte Mialra nicht länger wegsehen. Sie floh, weil dieser Tag ihr die Augen öffnete und sie wusste, dass sie ebenso bald tot hinter einer Mülltonne liegen könnte, wenn sie jetzt nicht ging. Sie verstand, dass der Mann, den sie einst geliebt hatte, nicht mehr da war. Ihr Medizinstudium blieb unvollendet zurück, zusammen mit der Verlobung, dem Apartment, den Plänen und dem Mädchen, das geglaubt hatte, Liebe könne alles retten.
Heute, ein paar Wochen später, ist Mialra wieder in Grondeth und lebt vorerst bei ihren Eltern. Sie hilft in der ehrenamtlichen Praxis, wo sie kann, nutzt ihre Heilmagie mit Vorsicht und sucht nach einer festen Anstellung, um endlich wieder auf eigenen Beinen zu stehen und ihre Familie unterstützen zu können. Sie liest viel, interessiert sich für Alchemie, Kräuter, Medizin und kleine duftende Experimente mit Seifen und Parfümen. Sie tanzt gern, liebt Musik und spielt noch immer Violine auf dem Instrument, das sie als Kind von ihrem Großvater bekommen hat. Vielleicht ist gerade das typisch für Mialra: Sie trägt Brüche in sich, aber auch Melodien, Narben, aber auch Neugier, Angst, aber noch immer dieses warme, trotzige Leuchten.
Disclaimer:
Das Gesuch ist zwar für Gideons Halbbruder formuliert, weil es sich so ergeben hatte zuerst. Sollte dies aber ein K.O.-Kriterium sein, bin ich natürlich auch gerne bereit zu sagen, dass die beiden nicht wirklich Brüder sind. Dicke Freunde oder gar Stiefbrüder wäre auch in Ordnung. - Und natürlich auch entsprechend die Backgroundstory von Gideon anpassen, bzw. auch den Vibe zwischen den beiden.
Daran soll es nicht scheitern. Hauptsache Seelenverwandte.
Und nun zum Gesuch:


Die beiden Brüder sind nicht gemeinsam aufgewachsen. Gideon lebte lange in Montreal, in Reichtum, Überheblichkeit, Clubs, glänzenden Nächten und später in einem sehr tiefen, sehr blutigen Absturz. Sein Bruder führte vermutlich ein völlig anderes Leben. Wie genau dieses aussah, darf gern frei gestaltet werden. Vielleicht wuchs er in Grondeth auf. Vielleicht lernte er die Insel auch erst später kennen.
Anders als Gideon, wusste er sicherlich von seinen Bruder und suchte ihn irgendwann. Folgte der Spur aus Leichen, Geschichten und falschen Namen und fand ihn schließlich dort, wo von Gideons früherem Leben kaum noch etwas übrig war. Ein Mann, der vierzehn Jahre lang getötet, gehungert, geflohen und überlebt hatte, ohne zu wissen, wie man dieses Monster in sich eigentlich zähmt.
Wie er selbst zum Alzarii wurde, ist offen.

Seit gut fünf Jahren sind die Brüder nun zusammen. Er war es, der Gideon schließlich nach Grondeth brachte und ihm damit nicht nur einen Ort gab, an dem er endlich Antworten finden konnte, sondern auch etwas, das ihm viel länger gefehlt hatte: Familie. Halt. Jemanden, der bleibt. Und auch wenn Gideon vermutlich eher an seinem eigenen Blut ersticken würde, als das in all seiner Verletzlichkeit auszusprechen, ist sein Bruder der wichtigste Mensch in seinem Leben geworden. Der eine Mensch, ohne den Gideon sich kaum noch vorstellen kann, überhaupt weiterzumachen. Sie verbringen ihren Alltag miteinander, arbeiten zusammen, planen zusammen, streiten vermutlich auch einmal, aber am Ende stehen sie auf derselben Seite. Immer.

Charakterlich ist der Bruder vollkommen offen. Er darf laut oder leise sein, charmant oder ruppig, klug, impulsiv, sanft, wütend, verträumt, zynisch, idealistisch oder alles davon in ungesunder Mischung. Wichtig wäre nur, dass er schon immer eine gewisse Unruhe in sich getragen hat. Einen Freigeist, vielleicht. Jemanden, der sich nie gut mit „so ist die Welt eben“ zufriedengeben konnte. Die Rebellion, an der die Brüder heute arbeiten, war seine Idee. Er war derjenige, der nicht nur über Ungerechtigkeit sprechen wollte, sondern darüber, wie man sie irgendwann tatsächlich ins Wanken bringt. Gideon brachte das Geld, die Geschäftserfahrung und sehr viele fragwürdige Kontakte mit, aber der Funke kam von seinem Bruder. Zusammen wurde daraus etwas Größeres. Denn allein kann man viel kaputtmachen. Zusammen kann man vielleicht wirklich etwas verändern.

Inzwischen haben die beiden vor einigen Monaten den größten und bekanntesten Blut- und Nachtclub der Insel übernommen. Für Gideon war dieser Club ein Traum aus alten Nächten, Blut, Musik, Macht und sündhaft teurem Geschmack. Für die Brüder gemeinsam ist er jedoch weit mehr als nur ein Spielplatz. Er ist Tarnung, Einnahmequelle, Kontaktbörse, Waschmaschine für schmutziges Geld und vielleicht eines Tages ein ziemlich wichtiger Knotenpunkt für ihre Rebellion. Wer in Grondeth nachts etwas sucht, landet früher oder später vielleicht genau dort. Zwischen Musik, Rausch, roten Lippen, dunklen Ecken und Gesprächen, die niemand am helllichten Tag führen würde.
Was zwischen den Brüdern besteht, ist innig. Nicht niedlich, nicht glatt, nicht immer einfach, aber tief. Sie haben einander zu spät gefunden, um noch selbstverständlich miteinander aufzuwachsen, und vielleicht macht gerade das ihren Zusammenhalt so stark. Sie wissen, wie es war, ohne den anderen zu leben. Und sie wollen nicht dorthin zurück. Gideon kann sich nicht mehr vorstellen, seinen Bruder nicht jeden Tag um sich zu haben. Nicht mehr mit ihm zu planen, zu trinken, zu streiten, zu schweigen, Geschäfte zu führen und sich dabei auf diese unausgesprochene Gewissheit verlassen zu können, dass da jemand ist, der ihn kennt und trotzdem bleibt.
Umso komplizierter wird es, als Mialra in ihr Leben tritt.

Mialra kennt die Brüder zu Beginn noch nicht. Wie sie einander begegnen, ist offen. Vielleicht über den Club. Vielleicht über ihre Arbeit, ihre Heilmagie, ihre Suche nach einer Anstellung oder einen ganz anderen Zufall, wie ihn Grondeth nur zu gern aus dunklen Hauseingängen schiebt. Was jedoch passieren soll: Beide Brüder fühlen sich zu derselben Frau hingezogen. Auf unterschiedliche Weise vielleicht, in unterschiedlichem Tempo, mit unterschiedlichen Hoffnungen und Ängsten. Mialra bringt etwas Warmes in eine Welt, die bei den beiden oft aus Blut, Nacht, Rebellion und Überleben besteht. Sie ist kein Engel, der alles rettet, aber jemand, der berührt. Jemand, der Licht in Räume trägt, in denen Gideon längst vergessen hatte, wie so etwas aussieht.

Für Gideon ist diese Situation schwierig. Er gönnt seinem Bruder alles Glück der Welt. Wirklich. Wenn sein Bruder glücklich wäre, würde Gideon vermutlich sogar zurücktreten, Platz machen, lächeln, so tun, als wäre alles in Ordnung, und sich danach irgendwo in die Dunkelheit stellen, bis der Stich in seiner Brust wieder erträglicher wird. Aber Gefühle lassen sich nicht abschalten, nur weil sie unpraktisch sind. Und so sehr Gideon sich zu Mialra hingezogen fühlt, so sehr schmerzt es ihn auch, seinen Bruder mit ihr zu sehen.

Dabei geht es nicht nur um romantische Eifersucht. Es ist komplizierter, hässlicher, menschlicher. Gideon hat Angst, seinen Bruder zu verlieren. Angst, dass eine Frau irgendwann wichtiger werden könnte als er. Dass sein Bruder auszieht. Dass aus täglichen Gesprächen wöchentliche Besuche werden. Dass er irgendwann nur noch eine Rolle am Rand spielt, irgendwo zwischen „Bruder“, „Geschäftspartner“ und „früher war da mal etwas“. Diese Angst würde Gideon niemals so offen aussprechen, aber sie könnte zwischen ihnen stehen. Vielleicht sorgt sie für Unmut. Für unausgesprochene Vorwürfe. Für kleine Sticheleien, die schärfer klingen als beabsichtigt. Für Momente, in denen zwei Männer, die einander alles bedeuten, plötzlich nicht wissen, wohin mit dem, was da zwischen ihnen drückt.
Wie der gesuchte Bruder mit dieser Situation umgeht, ist vollkommen offen. Vielleicht merkt er Gideons Angst sofort. Vielleicht ist er selbst eifersüchtig. Vielleicht versucht er großzügig zu sein und scheitert daran. Vielleicht fühlt er sich schuldig. Vielleicht hat er ganz eigene Verlustängste, die er nur besser versteckt. Vielleicht glaubt er auch, Gideon müsse endlich lernen, dass Liebe nicht weniger wird, nur weil sie sich verteilt. All das darf und soll gemeinsam erspielt werden.

Am Ende soll jedoch eines wichtig bleiben: Die Verbindung der Brüder ist kein beiläufiger Hintergrund. Sie ist das Fundament dieses Gesuchs. Romantik, Rebellion, Eifersucht, Clubgeschäfte und Chaos dürfen daran rütteln, aber sie sollen es nicht einfach zerbrechen. Die beiden haben einander gefunden, nachdem das Leben sie viel zu lange getrennt hatte. Und was auch immer mit Mialra geschieht, wie sehr es knirscht, weh tut oder durcheinandergerät: Der Zusammenhalt zwischen den Brüdern ist stärker als der erste Schmerz. Vielleicht nicht immer sofort. Vielleicht nicht ohne Streit. Aber tief im Kern wissen beide, dass sie ohneeinander nicht mehr dieselben wären.


Gesucht
Vorname: Vorschlag Nicholas - Aber frei wählbar
Avatarvorschlag: Charlie Hunman – Andere sind natürlich auch okay
Alter: Etwas älter als Gideon, also 55+ Jahre
Wesen: Alzarii (Vampir)
Beruf: Offiziell Clubbesitzer II Inoffiziell Rebellenanführer
Und damit ein herzliches Hallo und schön, dass du bis hier gelesen hast! :D
Gleich vorweg: Ja, das ist ein Gesuch für eine Dreiecksbeziehung, die natürlich erst noch wachsen muss und auf den Weg dahin ganz viel Story und Drama mit sich bringen darf.
Uns geht es in erster Linie darum eine schöne Geschichte schreiben mit viel Herzblut, Drama, Action und Spannung.
Die Hintergrundgeschichte deines Charakters ist bis auf ein paar Eckpunkte bewusst nicht festgelegt und darf von dir frei gestaltet werden. Uns ist wichtig, dass du dich mit deiner Figur wohlfühlst und Lust hast, sie mit Ecken, Kanten, Herz und Konsequenzen auszustatten.
Da dieser Charakter schon mal besetzt gewesen ist, und die Spielerin leider aufgehört hat, haben wir uns entschieden, Gideons Bruder nochmal neu zu suchen. Wir würden auch gerne mit dir nochmal von vorne anfangen, weil wir in der Story ohnehin noch ganz am Anfang waren. Das bedeutet aber auch, dass es zu dem Charakter bereits ein fertiges Konzept gäbe, das gerne zur Inspiration genutzt werden darf.
Wie schon im Disclaimer erwähnt, wäre es aber auch möglich die Beziehung von Gideon und "Nicholas" auch anders auszulegen und entsprechend Gideons Background anzupassen. Da sind wir ganz offen und für jeden Spaß zu haben. :)
Es wäre auch, wenn gewünscht, möglich den Charakter direkt noch mit einer anderen Story zu verbinden, die vorher geplant gewesen war. Dabei geht es im groben darum, dass einer meiner anderen Charaktere den Gesuchten von der Army kennt und sie beste Freunde waren. Allerdings glaubt dieser Charakter mittlerweile, dass der Gesuchte ihn hintergangen hat und würde sich dafür rächen wollen. Also wenn gewünscht, gäbe es einen Nemesis und möglichen, späteren Kumpel, für noch mehr Action und Drama gleich noch oben drauf. :D

Nun zu dem Playverhalten:
Wir sind beide sehr aktive Schreiber, haben aber auch einige Plays und Geschichten laufen – deswegen dauert eine Antwort bei uns im Schnitt manchmal 1–2 Wochen, je nachdem, was gerade ansteht. Wir passen uns da aber ehrlich gesagt auch immer ein Stück weit unseren Schreibpartner an. Es wäre schön, wenn du da auch ungefähr einen Rhythmus von 1-3 Wochen hättest, aber wenn du mal länger brauchst, bitte stress dich nicht. Wir können warten. Qualität und Spaß gehen vor Tempo und wir haben Verständnis dafür, wenn das RL ruft.
Achja, vielleicht wäre noch zu erwähnen, dass „wir“ schon seit vielen Jahren zusammen RP machen und auch im RL ein Paar sind. Da besteht also keine Sorge, dass wir einfach wieder verschwinden. Die Story hatte sich eher durch Zufall ergeben, da die Charaktere zuerst unabhängig voneinander erstellt worden waren. Aber schließlich hatte sich daraus dann diese Story ergeben und sie hat uns so gut gefallen, dass wir daran hängen geblieben sind.
Wie schon erwähnt, waren wir aber noch nicht sonderlich weit und würden daher gerne mit dir nochmal von vorne anfangen, weil wir beide das einfacher und schöner finden und es auch für dich ja mehr Freiheiten bei der Charaktergestaltung bedeutet. Wie man sich also schließlich kennenlernt, ist noch vollkommen offen.

Wir schreiben beide so durchschnittlich 1-2 Seiten pro Post, erwarten aber natürlich nicht das selbe. Wichtig ist uns, dass Gefühl und Herz in der Geschichte und den Charakteren steckt und dass man gemeinsam die Geschichte schreibt.
Was mir wirklich wichtig ist: Bitte melde dich nur, wenn du ernsthaftes Interesse hast und nicht nach zwei Posts wieder verschwindest. Und wenn doch mal etwas ist – fehlende Muse, Stress, Änderungen, Wünsche, neue Ideen – dann: Rede mit uns. Wir sind beide da total entspannt.
Wir lieben Story, Drama und Action (und ja: gern auch mal ordentlich Schmerz, Spannung und Konsequenzen), also halt dich da nicht zurück.
Wenn du als Schreiber*in selbst eine richtig gute Idee hast, bring sie unbedingt mit. Wir lieben es, wenn du dein eigenes Päckchen, deine eigene Motivation und dein eigenes Chaos mitbringst – Hauptsache, es knistert, es tut weh, und es fühlt sich echt an.
Schreiben/Absprechen geht bei uns über Discord oder PM.
Und ja… wir würden mich wirklich freuen, bald von dir zu lesen.

Grondeth-Rpler
Name
Gideon Adam Michealson
Alter
53 Jahre - optisch Mitte 30
Geschlecht
Männlich
Wesen
Alzarii
Wohnort
Grondeth - Alzaiir
Beruf
Teilinhaber der Bloodrose / Rebellenanführer
Beziehungsstatus
Ziemlich blöd verknallt
Registriert seit: Sep 2021
Beiträge: 66
Themen: 4

Beiträge aller Accounts: 1.628

Verbundene Accounts
02.06.2026, 16:49
#2
Kleine Überarbeitung. Disclaimer hinzugefügt.
Nachtrag fürs Forum: Sollte jemand von euch, aus dem Forum, einen bereits bestehenden Charakter darin sehen, darf man sich natürlich auch sehr gerne melden. Background von Gideon ist noch anpassbar. :)




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